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Top-10-Sommerplätze in der Region Steyr und im Nationalpark Kalkalpen

Interessante Burgen und Klöster, eine einzigartige Natur und eine faszinierende Handwerkstradition – all das macht die Region Steyr und den Nationalpark Kalkalpen zu einem Gebiet für kleine und große Entdecker. Dazu die 1000-jährige Geschichte der Stadt Steyr selbst, imposante Industriedenkmäler und neue Kunst- und Kulturinitiativen. Das Ergebnis ist eine Mischung, die unter die Haut geht. Und auf jeden Fall bleibende Eindrücke hinterlässt. Genau diese Glücksmomente lassen sich am besten im Sommer sammeln. Die Top-10-Sommerplätze der Region Steyr und des Nationalparks Kalkalpen warten darauf, entdeckt zu werden.

Steyrs Altstadt entdecken

Wer durch Steyr streift, darf sich bewusst in den schmucken Gässchen verlieren und die unterschiedlichen Fassaden und Stile der Bürgerhäuser aus allen Epochen bestaunen. Das gotische Bummerlhaus aus dem 13. Jahrhundert darf bei einem Besuch ebenso nicht fehlen. Es ist das Wahrzeichen der Stadt. Das mächtige Schloss Lamberg auf der einen Seite und die Aussichtsplattform Steyr-Tabor auf der anderen locken wiederum mit tollen Ausblicken. Die drittgrößte Stadt Oberösterreichs wurde außerdem an einem ganz speziellen Platz errichtet – genau dort, wo sich die beiden Flüsse Enns und Steyr treffen. Sie sorgen im Sommer für Erfrischung und lassen mediterranes Flair aufkommen. 

Natur und Kultur an jeder Ecke

In eine uralte Handwerkstradition können Sie im Museumsdorf Trattenbach eintauchen, dem Tal der Feitelmacher.  Dort wurden bereits seit dem Mittelalter Messer hergestellt und die Menschen lebten fast 500 Jahre lang von der Erzeugung dieser Taschenfeitel. Obwohl sie abgeschieden in einem engen Tal ans Werk gingen, waren sie stets weltoffen, denn ihre Feitel waren weltberühmt und fanden in Ungarn, Griechenland oder gar Marokko Verwendung. Im Museumsdorf erfahren Sie alles über dieses unverzichtbare Werkzeug, dürfen Handwerkern über die Schulter schauen und zum Schluss sogar in einer der Werkstätten selbst Hand anlegen. Sie stellen Ihren eigenen Feitel her und spüren damit nicht nur hautnah, was es alles braucht, um dieses Utensil anzufertigen, sondern nehmen zeitgleich ein individuelles Souvenir mit nach Hause. 

Zu den Top-10-Sommerplätzen in der Region rund um Steyr zählt auch er: der Nationalpark Kalkalpen. Dieses beeindruckende Gebiet befindet sich im Süden der Region und lädt zu ausgedehnten Wanderungen, Radtouren oder Kletter-Abenteuern ein. 2022 feiert der Park sein 25-jähriges Jubiläum. Vor fünf Jahren wurden zudem Teile davon ausgezeichnet: Die 5.250 Hektar Buchenwälder sind, zusammen mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein, mittlerweile UNESCO-Weltnaturerbe.

Ehrwürdige Gemäuer und kulinarische Highlights

In der Region gibt es etliche eindrucksvolle Zeitzeugen zu entdecken, um die sich sagenumwobene Geschichten ranken. Die Ruine Losenstein ist einer davon. Sie wurde 1150 erbaut und ist somit eine der ältesten Burganlagen Österreichs. Zusammen mit der Burg Klaus im Steyrtal sollte sie einst den Zugang ins Innere der Steiermark schützen. Genau deswegen wurde sie hoch oben auf einem Felsen errichtet und ermöglichte den Burgherren so eine hervorragende Aussicht auf weite Teile der Enns. Noch heute thront sie über dem Ortskern von Losenstein und eignet sich aufgrund der kindgerechten Beschilderung insbesondere für einen Familienausflug

Altehrwürdige Gemäuer, in denen man sich ganz der Käseproduktion verschrieben hat, sind hingegen jene des Stiftes Schlierbach. Dieser einzigartige Ort wurde 927 erstmals urkundlich erwähnt – ursprünglich wurde das Stift als Burg errichtet. Zu den Highlights zählen die Stiftskirche mit Fresken und einer üppigen Stuckdekoration, die barocke Bibliothek, der prunkvolle Bernardisaal oder die Schlierbacher Madonna, eine hölzerne gotische Marienstatue. Heute kommen dort aber nicht nur Architektur-Fans voll auf ihre Kosten, sondern auch Käse-Liebhaber. Denn seit 1995 befindet sich die 1. Schaukäserei im Stift Schlierbach. Sie bekommen einen Einblick in die Käseherstellung und die eine oder andere Kostprobe. 

Alte Fahrzeuge und Transportmittel entdecken

Auf der Liste der Top-10-Sommerplätze in der Region Steyr und im Nationalpark Kalkalpen befindet sich auch das Kutschenmuseum Gruber. Im größten privaten Kutschenmuseum Österreichs dreht sich alles um einstige Fortbewegungsmittel und das dazugehörige Equipment. Die Galerie geht auf eine private Initiative des passionierten Sammlers Franz Gruber zurück und steht seit 1986 auch der breiten Öffentlichkeit offen. Zu sehen gibt es nicht nur Kutschen, sondern auch Schlitten sowie gewerbliche und landwirtschaftliche Fahrzeuge, die teilweise bis ins 17. Jahrhundert zurückdatiert werden können. Die Palette reicht von alten Feuerwehr-, Post- oder Leichenwägen bis hin zu edlen Coupés oder Jagdwägen. 

Wer sich für Züge begeistert, kann eine Fahrt mit der ältesten Schmalspurbahn Österreichs unternehmen. Die Steyrtalbahn führte einst von Garsten über Grünburg und Molln nach Klaus mit einer Nebenstrecke via Sierning nach Bad Hall und wurde vor allem für die Forstwirtschaft und Metallverarbeitung gebraucht. So wurde damit etwa Holz transportiert. Seit 1985 verkehrt die Museumsbahn nur noch zu Nostalgie-Zwecken auf einer Strecke von 17 Kilometern. An Faszination hat der Zug jedoch nichts eingebüßt: Die Steyrtal Museumsbahn beeindruckt mit ihrer Technik, schlängelt sich durch wildromantische Abschnitte und lässt ein Gefühl längst vergangener Zeiten aufkommen. 

In längst vergessene Zeiten eintauchen

Eine alte Tradition, die die UNESCO-Kommission 2014 als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet hat, ist das „Österreichische Sensenschmieden“. Und in genau dieses Handwerk können Sie im Freilichtmuseum Schmiedleithen eintauchen. Es befindet sich knapp 30 Kilometer südwestlich von Steyr. Die beeindruckenden, alten Häuser und Werkstätten einer längst vergessenen Zeit gehören damit ebenso zu den Top-10-Sommerplätzen in Steyr und dem Nationalpark Kalkalpen. Sie können sie auf eigene Faust mittels eines 2,5 oder 4 Kilometer langen Themenwegs entdecken oder an einer Führung teilnehmen. 

Die Region ist zudem das Zuhause der letzten beiden Familien, die nach wie vor die typische Mollner Maultrommel herstellen. Sie sind damit die letzten, die eine einst weit verbreitete Handwerkskunst am Leben erhalten, die ebenso zum Immateriellen Kulturerbe zählt. In der Erlebniswelt Maultrommel Molln erfahren Sie Wissenswertes aus erster Hand von Familie Schwarz, die sich seit 1679 der Herstellung dieses Instrumentes verschrieben hat – zum Beispiel, wie sich aus der Maultrommel die Mund- und später die Ziehharmonika entwickelt haben. Ebenso steht Ihnen die Maultrommelmanufaktur Wimmer-Bades offen. Mit einer kostenlosen Führung erleben Sie die Faszination Maultrommel hautnah und eignen sich Wissen über die Herstellung und die richtige Spielweise an. 

In luftigen Höhen

Sie möchten lieber hoch hinaus? Dann steuern Sie den Segelflugplatz Micheldorf an. Er befindet sich 40 Kilometer südwestlich von Steyr. Mit dem Segelflugzeug geht es in luftige Höhen. Einmalige Ausblicke inklusive. 


Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.